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Mentale Gesundheit bei der Arbeit und das große Schweigen

14. Mai
2 Min. Lesezeit

Warum Offenheit über Belastung vielen noch schwerfällt


Johanna Oppermann spricht über mentale Gesundheit bei der Arbeit

Psychische Belastung gehört für viele Menschen längst zum Arbeitsalltag. Trotzdem fällt es vielen schwer, offen darüber zu sprechen. Mentale Gesundheit bei der Arbeit ist heute zwar sichtbarer geworden, bleibt im direkten Arbeitskontext aber häufig ein sensibles Thema. Besonders dann, wenn Menschen selbst betroffen sind.

 

Vor kurzem habe ich gemeinsam mit nilo beim Event „Steilpass für Vielfalt!“ des VfL Wolfsburg einen Workshop zum Thema mentale Gesundheit gegeben. Dabei wurde schnell deutlich: Fast alle Teilnehmenden kannten Menschen mit psychischen Belastungen oder hatten selbst Erfahrungen damit gemacht. Gleichzeitig zeigte sich, wie stark mentale Gesundheit bei der Arbeit - besonders im Profisport, aber auch in vielen anderen Branchen - noch immer mit Schwäche verbunden wird.

 

Mentale Gesundheit bei der Arbeit betrifft alle

Wenn von mentaler Gesundheit bei der Arbeit gesprochen wird, denken viele zuerst an psychische Erkrankungen oder Krisen. Tatsächlich geht es aber um deutlich mehr: um Stressregulation, psychisches Wohlbefinden, emotionale Belastbarkeit und den Umgang mit Druck, Unsicherheit und Veränderung.

 

Was mentale Gesundheit beeinflusst

Besonders stark wirken sich auf mentale Gesundheit bei der Arbeit aus:

  • dauerhafter Leistungsdruck

  • fehlende Erholung und ständige Erreichbarkeit

  • Konflikte und schlechte Kommunikation

  • Unsicherheit und fehlende psychologische Sicherheit

 

In Trainings und Coachings begegnet mir immer wieder, dass Menschen ihre Belastung lange relativieren oder ignorieren. Häufig wird erst reagiert, wenn Erschöpfung, Überforderung oder körperliche Symptome bereits deutlich spürbar sind.

 

Warum viele trotzdem schweigen

Ob im Fußball, in Unternehmen oder in Führungspositionen: Viele Menschen haben gelernt, Belastung möglichst lange auszuhalten. Mentale Gesundheit bei der Arbeit wird zwar häufiger thematisiert, offene Gespräche darüber fühlen sich für viele aber weiterhin riskant an.

 

Häufige Gründe dafür sind:

  • Angst vor negativer Bewertung

  • Scham bei Überforderung

  • Normalisierung von Dauerstress

  • fehlende psychologische Sicherheit im Team

 

Mentale Gesundheit bei der Arbeit ist deshalb weit mehr als ein zusätzlicher Wellbeing-Benefit. Sie zeigt sich in der täglichen Zusammenarbeit, in Führung, Kommunikation und dem Umgang mit Belastung im Team. Offenheit entsteht erst dort, wo Menschen ehrlich über Stress oder Überforderung sprechen können, ohne Angst vor Bewertung, Nachteilen oder dem Eindruck von Schwäche zu haben.

 

Was Unternehmen tun können

Einzelne "Wellbeing-Maßnahmen" reichen oft nicht aus. Entscheidend ist eine Kultur, in der Belastung frühzeitig angesprochen werden darf - bevor Menschen ausfallen. Führungskräfte spielen dabei eine zentrale Rolle: durch eigenes Vorbildverhalten, ehrliche Kommunikation und einen bewussten Umgang mit Stress, Grenzen und Fehlern.

 

Was eine offene Arbeitskultur stärkt:

  • psychologische Sicherheit im Team

  • regelmäßige Gespräche über Belastung und Ressourcen

  • klare Kommunikation und gesunde Grenzen

  • Führungskräfte, die Offenheit selbst vorleben

 

Mentale Gesundheit bei der Arbeit darf kein Thema bleiben, das erst in Krisen sichtbar wird. Sie beginnt nicht erst bei Überforderung, sondern im täglichen Umgang mit Stress, Grenzen, Kommunikation und menschlicher Unsicherheit.

 

Wenn du mentale Gesundheit bei der Arbeit in deinem Unternehmen nachhaltig stärken möchtest, begleite ich Mitarbeitende, Teams und Führungskräfte mit psychologisch fundierten Trainings und Coachings. In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf die aktuellen Herausforderungen und entwickeln passende Formate, die sich realistisch und nachhaltig in den Arbeitsalltag integrieren lassen.




 
 
 

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